Warum ich Linksgolf liebe

Meine Liebe zum Linksgolf begann, bevor ich mit dem Golfspielen anfing.

Sie begann mit der Liebe zum Meer und zu den Landschaften Schottlands und Irlands. Ich war schon immer fasziniert von ihren wilden Küsten, den sanften Dünen und den offenen Horizonten. Lange bevor ich je einen Golfschläger in der Hand hielt, zog mich an, wie selbstverständlich die Linksplätze zu diesen Landschaften gehörten. Sie sahen nicht aus wie Parks, durch die man Fairways geschnitten hatte. Sie schienen schon immer da gewesen zu sein, geformt vom Land, vom Wind und vom Meer.

Als ich dann tatsächlich mit dem Golfspielen begann, bekam diese Faszination eine ganz andere Bedeutung.

Mein erstes wirklich intensives Linksgolf-Erlebnis hatte ich in Brora. Damals ahnte ich nicht, dass ich dabei war, süchtig nach Linksgolf zu werden. Ich liebte einfach das Gefühl, dort draussen zu sein, mit den Dünen, dem Rough, dem Meer und dem Wind, die alle Teil des Spiels wurden.

Pot bunkers along the fairway at Royal Dornoch

Etwas später kam meine erste Runde in Royal Dornoch. Da hatte ich bereits begonnen zu verstehen, was Linksgolf sein kann. In Dornoch war es dann endgültig um mich geschehen.

Was mich immer wieder zurückzieht, ist die Unberechenbarkeit. Ein Linksplatz ist von einer Runde zur nächsten nie ganz derselbe. Der Wind kann den Charakter eines Lochs innerhalb weniger Minuten verändern. Fester Boden verlangt einen anderen Anspielstil als weicher Rasen. Eine Düne kann ein Fairway verbergen, eine Mulde kann einen unerwarteten Weg eröffnen, und manchmal ist der beste Schlag der, den man sich nie vorgestellt hätte.

Jede Runde fühlt sich ein wenig anders an, weil sich die Bedingungen ständig ändern.

Ich würde nie behaupten, Linksgolf sei das einzige Golf, das es wert ist, gespielt zu werden. Es gibt wunderbare Plätze in jeder Art von Landschaft, und ich entdecke auch sie gern. Aber wenn ich die Wahl habe, zieht es mich meistens an die Küste.

Vielleicht, weil sich das Spiel für mich beim Linksgolf am engsten mit den Orten verbindet, die mich einst für Schottland und Irland begeistert haben.

Und wenn der Wind einen meiner Bälle sanft in Richtung Meer trägt, sehe ich ihm gern nach, wie er davonsegelt.